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Grün in der Stadt

„Grün in der Stadt“ bedeutet eine abwechslungsreiche grüne Infrastruktur zu entwickeln, die der Artenvielfalt dient, lokale Wasserkreisläufe unterstützt, mikroklimatisch wirksam wird und den Menschen eine hohe Lebens- und Wohnqualität verschafft. Multifunktionale, extensive Grünflächen und -korridore sowie Gebäudebegrünungen wirken als Retentions-, Versickerungs-, Verdunstungs- und Verschattungsflächen. Sie fördern außerdem die Artenvielfalt, und möglichst kommen dafür heimische Stauden und Gehölze zum Einsatz, da diese der Tierwelt am meisten nützen.
Die Frischluft- und Kühlungseffekte des Grüns spielen eine wesentliche Rolle, um der Hitzebelastung in Städten zu begegnen, die dort durch den „Wärmeinseleffekt“ höher ausfällt als im Umland.

Die Grafik zeigt die Luftansicht einer gezeichneten Stadt samt Umland. Auf Grund der stärkeren Versiegelung heizen sich Städte schneller auf als das begrünte Umland und speichern die Wärme für eine längere Zeit. Weitere Faktoren, die diesen Effekt verstärken können sind anthropogene Wärmeemissionen sowie insbesondere verminderter Luftaustausch auf Grund zu dichter Bebauung.

©Deutscher Wetterdienst (DWD): Städtische Wärmeinseln und deren Einflussfaktoren

Dicht besiedelte Räume heizen sich bei hohen Versiegelungsgraden und Abwärme von Gebäuden, Verkehr und Industrie stärker auf. Eine Stadtklimastudie in der Landeshauptstadt München zeigt, dass sich an einzelnen Tagen Großstädte regional bis zu neun Grad im Vergleich zum Umland erwärmen können.


Außerhalb von Siedlungen kühlen Grün- und Freiflächen schneller ab und werden so zu lokalen Kaltluftproduzenten. Diese kalte Luft gelangt durch regionale Kaltluftströmungen in die überhitzten Siedlungsgebiete, sofern sie ungehindert strömen kann und nicht durch Barrieren wie Bebauung gebremst wird.


Innerhalb eines Quartiers wirken sich begrünte Dächer und Fassaden, begrünte Innenhöfe, Plätze und Alleen durch ihre Verschattungs- und Verdunstungsleistung kühlend auf das urbane Mikroklima aus. Zusätzlich schützt Gebäudegrün vor Schlagregen, iso-liert im Winter und trägt zu Lärmreduzierung und Feinstaubbildung bei. Folgende Abbildung verdeutlicht verschiedene Möglichkeiten von Grün in der Stadt:

Die Zeichnung zeigt ein Stadtviertel mit geringem Versiegelungsgrad und hohem Begrünungsanteil. Die Dächer und Fassaden der meisten Gebäude sind bepflanzt. Zwischen den Gebäuden befinden sich begrünte Freiflächen mit vielen Bäumen. Kleine Wasserflächen wie Kanäle oder Teiche lockern die Bebauung zusätzlich auf.

© LfU: Grün in der Stadt

 

Der Klimawandel verlangt nach Stadtbäumen, die mit größerer Hitze, weniger Wasser und einwandernden Schädlingen oder Krankheiten zurechtkommen. Gleichzeitig werden Bäume in der Stadt immer wichtiger für das menschliche Wohlbefinden, da sie die Temperaturen zu senken helfen. An ihren Standorten sollte der Wurzelraum unversiegelt, nicht verdichtet und gut belüftet sein. Im besten Fall sind die Baumgruben Teil von durchgehenden Grünstreifen und werden natürlich bewässert.

 

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